Alix Einfeldt

und dann war da dieser Vulkanausbruch

Bali / Amed

Mein Tag beginnt mit einem Coaching im Freediving. Am Ende komme ich mit dem Druckausgleich gut zurecht, mache den verpassten Rettungstauchgang und kriege das Zertifikat. Während der Tauchpausen gucken wir dem Vulkan Mount Agung zu, der kleine Dampfwölkchen auspufft. Nach 2h Training pufft er noch immer, das ist relativ lang.

Mt. Agung vom Wasser aus

Abends im Sonnenuntergang machen wir Yoga auf dem Berg. Da kann man großartig beobachten, wie der Agung vom Puffen zum stetigen Rauchen übergegangen ist. Zwischendrin machen wir eine Fotopause.

Mt. Agung vom Yogasaal aus

Am Ende vom Yoga ist es dunkel und wir sehen, dass der Kraterrand rot glüht, von Widerschein aus der Tiefe. Er bricht (bisher) allerdings nicht richtig aus, sondern glüht und brodelte unten vor sich hin. Wir sind hier (soweit) auf der sicheren Seite, was Lava und Rauch betrifft.

Nachts

(anderer Menschen Foto)

Gegenüber vom Vulkan ist Vollmond, was der Power einen draufsetzt. Als i-Tüpfel wandert später am Meer eine Sternschnuppe durchs Bild, mehrere Sekunden und mit langem roten Schweif.

Liberty Wreck

Bali / Amed

Der US-Frachter Liberty wurde 1942 von der Japanischen Submarine abgeschossen. Zunächst lag sie am Strand von Bali, beim Vulkanausbruch von 1963 ist sie ins Wasser gerutscht. Da liegt sie nun, bewachsen von Korallen und wird rege besucht von Fischen, Scuba- und Apnoetauchern, die sich alle in ihrem jeweiligen Schwärmen begegnen.

Wrack der ‘Liberty’

Apnoewatching

Bali / Amed

Den Aufbaukurs Apnoetauchen vertage ich wegen meiner gereizten Ohren. Trotzdem bin ich tagsüber an der Basis mit angeschlossenem Café und genieße passiv.

Der Aufbaukurs geht ins Wasser

Mein Mitreisender hat 3 Tage Scubadiving gemacht (das mit den Sauerstoffflaschen) und hat sich eine extrem schmerzhafte Reaktion des Ohres zugezogen. Eine andere Mitreisende sprang 12m tief einen Wasserfall runter und bekam davon eine Mittelohrentzündung. Es ist natürlich gar nicht lustig, und irgendwie doch, dass wir alle drei mit einem Ohrenthema beschäftigt sind.

The Big Blue

Bali / Amed

Beim Tauchen gestern habe ich mein Mittelohr überstrapaziert und gehe heute nur auf 2/3 der Tiefe runter (weniger Druck), dafür verharre ich dort länger und sehe weiter unten eine Schildkröte in Begleitung eines Fisches vorbeiziehen.

Diese Art des Unter-Wasser-Seins, die Bewegungsfreiheit und fast schon Schwerelosigkeit ist großartig.

Allerdings kriege ich kein Zertifikat, weil ich das Rettungstauchen heute nicht aus 10m Tiefe machen kann.

Lach nicht wenn du tauchst

Bali / Amed

Mein Kurs in Freediving, Apnoetauchen, ohne Sauerstoffflaschen und mit Luft anhalten, beginnt mit Theorie, Yoga und Entspannung. Ziel des Kurses ist es, sich unter Wasser komfortabel zu fühlen, und das geht am besten entspannt.

Später tauchen wir am Seil hinab. Interessant: Luft ist erstmal mein geringstes Problem, auch nicht in 12m Tiefe und auf Zahlen soll es ohnehin nicht ankommen, sondern auf Wohlbefinden. Technik, Körperhaltung, Druckausgleich sind die Aufgaben der Stunde. Unser Instructor begleitet uns.

Instructor Lonica

Das erste Mal, dass ich sie so neben mir entdecke, muss ich Lachen und lerne, dass schon beim Lächeln Wasser in die Maske kommt.

Amed

Bali / Amed

Da es in Lovina regnet, bin ich nach Amed gezogen, am Ostende von Bali. Ich möchte hier nach Freediving schauen, Tauchen ohne Ausrüstung, nur mit Luft anhalten. Der erste volle Tag ist ansonsten ohne weitere Ereignisse.

Amed Strand

Turtle-Release

Java / Sukamade

Morgens um 6 in der Schutzstation bekommen wir unsere Schildkrötchen, die wir persönlich am Strand auf den Sand setzen dürfen, damit sie den indischen Ozean erreichen und ihr Glück in der Welt versuchen können. Ich bin gerührt. Die Turtles wollen natürlich nur los.

Meine beiden Mädels

Katerchen passt auf

 

Auf dem Rückweg mache ich eine kurze Wanderung zur Green Bay

Springboot

Green Bay, das Uferstück ist so steil, dass die Boote Anlauf nehmen und den Strand hochspringen.

Abends setze ich nach Bali über.

Java mit Mt. Ijen

Bali

Turtlewatching

Indonesien / Sukamade

An der Südküste Javas Stationieren liegt Sukamade mit einer Schildkröten-Schutzstation. Sie sammeln und beschützen die Eier, von denen normalerweise nur eins von tausend zu einer großen Schildkröte wird. Für 60 km dorthin brauchen wir  mit dem Jeep 6 Stunden, erst echter Java-Verkehr, dann echter Jungletrail.

Indischer Ozean vor Sukamade

Affen in der Anlage

Die Anlage ist nach meinen Maßstäben so renovierungsbedürftig, dass es fast schon wieder egal ist. Hier gibt es zudem kein Geld und wichtigeres zu tun. Außer mir sind noch 4 Asiat*innen und eine indonesische Familie mit 20 Personen da. Abends um 8 p.m. gehen wir an der Strand, lernen unsere Verhaltensregeln (v.a. kein Licht!) und warten, ob der Guide eine Schildkröte entdeckt. Sie kommen abends zum Eierlegen an den Strand, Green Turtle und Hawksbill Turtle. Um 9 p.m. gibt er ein Signal, jetzt müssen wir warten, ob sie sich zum Eierlegen entscheidet. Um 10 p.m. dürfen wir auf leisen Sohlen hin gehen, da ist sie im Prozess des Eierlegens, der 10-15 Minuten dauert. Er leuchtet ihre Rückseite an, wir dürfen hinter ihr stehen und fotografieren.

Green Turtle beim Eierlegen

 

Ca 1m lang

 

141 Eier, die entnommen werden, bevor sie das Loch zuschaufelt

Bei Schildkröten, wie bei Krokodilen, bestimmt sich das Geschlecht nach der Temperatur des Sandes, in dem die Eier liegen. Wärmer= weiblich, kühler= männlich. Die Eier in der Schutzstation werden alle weibliche Schildkröten. Daher werden immer entsprechend viele Gelege am Strand gelassen.

Die Schildkröte schaufelt das Loch zu und wird danach ein weiteres graben, um die Fressfeinde zu verwirren. Dann verlässt sie den Strand.

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