Turtle-Release

Java / Sukamade

Morgens um 6 in der Schutzstation bekommen wir unsere Schildkrötchen, die wir persönlich am Strand auf den Sand setzen dürfen, damit sie den indischen Ozean erreichen und ihr Glück in der Welt versuchen können. Ich bin gerührt. Die Turtles wollen natürlich nur los.

Meine beiden Mädels

Katerchen passt auf

 

Auf dem Rückweg mache ich eine kurze Wanderung zur Green Bay

Springboot

Green Bay, das Uferstück ist so steil, dass die Boote Anlauf nehmen und den Strand hochspringen.

Abends setze ich nach Bali über.

Java mit Mt. Ijen

Bali

Turtlewatching

Indonesien / Sukamade

An der Südküste Javas Stationieren liegt Sukamade mit einer Schildkröten-Schutzstation. Sie sammeln und beschützen die Eier, von denen normalerweise nur eins von tausend zu einer großen Schildkröte wird. Für 60 km dorthin brauchen wir  mit dem Jeep 6 Stunden, erst echter Java-Verkehr, dann echter Jungletrail.

Indischer Ozean vor Sukamade

Affen in der Anlage

Die Anlage ist nach meinen Maßstäben so renovierungsbedürftig, dass es fast schon wieder egal ist. Hier gibt es zudem kein Geld und wichtigeres zu tun. Außer mir sind noch 4 Asiat*innen und eine indonesische Familie mit 20 Personen da. Abends um 8 p.m. gehen wir an der Strand, lernen unsere Verhaltensregeln (v.a. kein Licht!) und warten, ob der Guide eine Schildkröte entdeckt. Sie kommen abends zum Eierlegen an den Strand, Green Turtle und Hawksbill Turtle. Um 9 p.m. gibt er ein Signal, jetzt müssen wir warten, ob sie sich zum Eierlegen entscheidet. Um 10 p.m. dürfen wir auf leisen Sohlen hin gehen, da ist sie im Prozess des Eierlegens, der 10-15 Minuten dauert. Er leuchtet ihre Rückseite an, wir dürfen hinter ihr stehen und fotografieren.

Green Turtle beim Eierlegen

 

Ca 1m lang

 

141 Eier, die entnommen werden, bevor sie das Loch zuschaufelt

Bei Schildkröten, wie bei Krokodilen, bestimmt sich das Geschlecht nach der Temperatur des Sandes, in dem die Eier liegen. Wärmer= weiblich, kühler= männlich. Die Eier in der Schutzstation werden alle weibliche Schildkröten. Daher werden immer entsprechend viele Gelege am Strand gelassen.

Die Schildkröte schaufelt das Loch zu und wird danach ein weiteres graben, um die Fressfeinde zu verwirren. Dann verlässt sie den Strand.

Boom Beach

Indonesien / Banyuwangi

Da ich wegen der Feiertage allein im Homestay bin, suche ich mir was schönes zum Frühstück zusammen. Eier von der Hühnerpatrouille, Toast, Obst. Und mache die Gartenlampen aus. Später kommt die Schwester der Chefin, um mir Schlüssel für den Scooter zu bringen. Ich fahre, wie der Rest der Welt, die Gegend rauf und runter, hoch zum Wasserfall, durch hübsche Dörfer, bis ich unten am Strand lande, ‚Boom Beach‘, mit Blick auf Bali.

Bucht vor dem Boom Beach

 

Wasserfall

 

Dörfer

 

Didu’s Homestay

Das Oberhuhn

Abends esse ich aufgepeppte Reste von gestern. Außerdem füttere ich die Hunde, ich bin ja sowieso da, deswegen muss niemand raus kommen. Sitze im Garten, höre den Zirpen zu, den Müllrattscheln und dem Kühlschrank. Hund, Huhn, Moschee sind heute still.

Morgen ist hier ausgebucht, da könnte ja vom Staff jemand erscheinen. Fühlt sich nicht so an, aber eigentlich ist das auch irre.

Idul Fitri

Indonesien / Banyuwangi

Frösche, Zikaden, gleiches Lied aus fünf oder mehr Moscheen, leicht versetzt in Tonlage und Taktung, Feuerwerk, Hundegebell. Das ist der Klang, der mich um umgibt. Idul Fitri sind die Feiertage zum Ende des Ramadhan, beginnend heute Abend. Ich bin alleine im Homestay, alle Gäste und alle Angestellten sind bei ihren Familien und feiern. Die drei Hunde sind da, die Hühnerpatrouille ist schon schlafen gegangen. Etwas zu Essen habe ich nach einem Stadtspaziergang am nahegelegenen Bahnhof bekommen.

Warung am Bahnhof

Ich war vorgewarnt und finde es spannend, dass sie mich hier komplett mit allem alleine lassen.

Sängerfrosch

Banyuwangi

Hühnerpatrouille

Jetzt kommt einer der Leute, um mir und den Hunden Essen zu bringen (und geht dann wieder). Nett!!!

Blue Fire

Indonesien / Mt Ijen

Es ist 11:20 a.m. und ich bin seit zehn Stunden auf den Beinen. Um 1:00 morgens startete unser Tourbus. Zwei Stunden Aufstieg auf den Vulkan Ijen, 3,4km steil hoch. Oben Gasmasken aufsetzen und 45min runter in den Krater klettern, über Geröll, zum Blue Fire. Aus den Ritzen im Gestein dringt Sulphurgas, das mit 600°C blau brennt. Manchmal verflüssigt es sich und läuft brennend die Steine runter. Aus anderen Spalten dampft Sulphur als Qualm und füllt den Kessel, dafür die Gasmasken. Irre.

Unsere langsamste Person wird geschubst, jetzt gehen wir Hand in Hand. Einer von unserer Bromo – Ijen – Vulkangruppe verknickt seinen Fuß kräftig – unten im Krater. Die Guides haben Salbe und Klettband. Ein paar Asiaten schliddern in Flipflops. Unten starren wir ewig und wie blöd in das Meer blauer Flammen, wenn der Schwefelnebel sie frei gibt.

Durchs Bild laufen immer wieder die Sulphur-Miner, die unter gefährlichen und toxischen Bedingungen Sulphur gewinnen und zu Fuß ins Dorf tragen, 60 neongelbe kg in Körben auf den Schultern, zu Fuß. Manche 3x täglich. Für Kosmetika, sagt der Guide, und um Zucker zu bleichen. Nachdem wir uns blöd genug geguckt haben gehen wie zum See, hot Water, toxic, sauer mit einem pH-Wert von 0,5. Bitte nur kurz die Hand rein halten. Danach klettern wir den Krater wieder hoch zum Sonnenaufgang.

Oben geht es weiter um den Krater herum durch eine unwirkliche Landschaft und eine Sonne, die unsere Schatten auf dem aufsteigenden Sulphurdampf tanzen lässt. Dann die anderer Seite, noch mehr Vulkane, endloser Horizont und das Meer. Gegen 7:00 haben wir unseren Wahnsinn im Griff und schaffen es, uns los zu reißen. 1,5h wieder steil bergab.

Sulphur – Miner

Sulphur-Körbe

Durch den Dschungel geht es weiter an die Ostspitze, die anderen fahren nach Bali, ich bleibe hier im Homestay mit Hunden und Hühnern, Palmen und Schmetterlingen.

Badegast

PS – wenn und sobald ich aus der Gruppe die besseren Fotos bekomme, aktualisiere ich.

Vulkan Bromo

Indonesien / Mount Bromo

Um 3:00 morgens geht es mit dem Jeep hoch. Zuerst zu einem Sunrise-Ort mit Blick auf den Bromo. Leider ist es vernebelt und wir sehen nichts.

Meine Bromo – Ijen – Gruppe

Rückfahrtsstau

Danach geht es in Kolonne zum Bromo.

 

 

Während sich am Fuß eine Art Westernszenerie abspielt, brodelt im Krater der Schwefel.

Um 8:00 sind wir zurück zum Frühstück, den Rest des Tages fahren wir zum Vulkan Ijen.

Mt. Ijen mit der Schwefeldampfwolke

Abends in der Unterkunft bringt unser Guide und zum lokalen ‚großen‘ Hot Spring. In dem 3*3m Becken der Frauen wird alles gewaschen und geputzt: Kinder, Kleider, Zähne, Körper. Wir drei Frauen entscheiden uns gegen den Pool und für den kleinen einen Hot Spring in der Unterkunft. ‚Zu authentisch‘, kommentiert die eine.

Um 10 sind wir im Bett, bis 0:00 singen Muezzins, um 0:45 klingelt der Wecker.

Kraton und Prambanan

Indonesien / Yogyakarta

Vormittags besuchen ein Mitreisender und ich den Sultanspalast Keraton in Yogya. Es gibt viel Art Deco Geschirr, viele Portraits und wenig Erklärungen, kaum Namen oder Jahreszahlen. Der Mitreisende ist Historiker, da macht es etwas mehr Spaß: auf dem Bild hier der Holländer, dort die japanische Uniform, die europäischen Pferde, große Gesten. Fotos und Gemälde sind verblichen, wer ist wer? Google Translate liefert Stichworte wie ‚Prinzessin‘. Der Historiker fühlt sich verloren, ich fands interessant, ein Museum so zu lesen.

Nachmittags fahre ich zu einem der größten hinduistischen Tempel in Indonesien, Prambanan

Haupttempel Prambanan

 

Eingesperrte Kasuare und andere arme Vögel

Water Castell

Indonesien / Yogyakarta

Ich freue mich, wieder in Indonesien zu sein. Yogyakarta – Yogya – ist eine nette, lebendige Stadt.

Das Land der Zwischennickerchen

Das Viertel um das Water Castell ist mit bunten, flachen Häusern und ganz vielen Batikstuben und verwinkelten Gassen eine einzige Freude. Von Castell selber sehe ich heute nur eine Ruine.