West End

Australien / Brisbane

Heute ist Puffertag. Nachdem ich gestern viel geplant und meine Weiterreise morgen organisiert habe, schiebe ich einen Tag Nichtstun ein. Jetzt sitze ich in einem kleinen Park in West End, mit Flat White und Toasties, und einer spielt an einem öffentlichen Klavier.

‚Believe the impossible, become the impossible‘ -Park

Der Park ist 20x20m groß und sehr gepflegt, heißt: kurzgemäht und strukturiert. Eine kleine Oase mit alten Queensländer Häusern, alternativer Kultur und Charme. In West End gibt es sogar einen Zebrastreifen.

Traveltetris

Australien / Brisbane

Am Morgen trennen sich Matthias und meine Wege an der Fortitude Valley Station. Seiner führt nach Deutschland, meiner zur State Library. Tschüss Matthias und danke für die schöne Zeit hier!

 

Keppeler Bier zum…

Angeberfoto.

In der Library recherchiere ich an einem guten, schnellen, kostenfreien öffentlichen Rechner meine nächste Zeit. Öffentliche Orte kann Australien, so wie Grillstellen, Schwimmbäder, Stadtstrände und Spielplätze für Kinder und Erwachsene kostenfrei, heile, sauber, cool gestylt, gut besucht zu finden sind.

Grillstelle in Cairns

Jetzt habe ich noch zwei Monate. Wo will ich noch hin? Wo ist kein Monsun? Wie verhalten sich Ort, Strecke und Kosten zu meinem Rückflug? Kann ich den umbuchen? Will ich noch mehr komische australische Tiere sehen? Jeden Tag Schnorcheln? Luxusfragen. Nach drei Stunden habe ich einen inneren Plan, der sich stimmig anfühlt.

Brückentetris

Eine der vielen Brücken über den Brisbane, autofrei. Einer der wenigen Orte, wo Fußgänger berücksichtigt wurden. ‚Zu Fuß gehen‘ als Transportmedium erscheint, im Gegensatz zu öffentlichem Raum, in Australien ganz unten in der Nahrungskette. Zu guten Teilen führen keine oder wenns-denn-sein-muss Fußwege an 3-6-spurigen Straßen entlang. Auch die immerhin!-Radwege an der Autobahn haben wir zur Kenntnis genommen.

Cairns

Australien / Cairns

Cairns hat wie Brisbane einen Stadtstrand und -pool, der großartig ist. Infinitypool, 50m Bahn, kostenfrei, sauber, schönes Design etc. Außerdem hat Cairns einen Regenwald-Walk mit Farnen, die größer sind als die in der freien Natur, und es hat Pelikane.

Pelikane und Mond

Matthias und ich fliegen zurück nach Brisbane.

Picknicklunch an Flughafen

Baumwalk

Australien / Daintree Forest

Zum Abschluss machen wie eine audioguide-geführte Tour am nördlichen Ende des Daintree Forest, der heute den Nieselregenwald gibt. Fruittasting wurde wieder nichts, da die Farm noch geschlossen ist.

Auf Baumwipfelhöhe versuchen wir, Vögel und Schlangen zu entdecken, indes, umsonst. Beim bodennahen Waldpfad bestaunen wir nochmal die Brettwurzeln, die hier 4-5m hoch sind.

Matthias und die Brettwurzeln

Danach geht es nach Cairns.

Here be Crocodiles

Australien / Daintree Forrest

Regen im Regenwald. Wir suchen uns eine geführte Wanderung heraus, die dann aber wegen Regen ausfällt. Stattdessen buchen wir Krokodilwatching, bei Regen hält sich allerdings auch das Krokodil gerne geschützt auf. Immerhin sehen wir ein Baby-Krokodil, das vor Fressfeinden geschützt in einem ‚Käfig‘ aus Mangrovenwurzeln liegt. Sieht aus wie 50cm lang. 1,5 Jahre, sagt der Guide.

Klein-Krok

Nachmittags in den Trockenpausen wandern wir über Boardwalks durch die Mangroven.

Eine Würgefeige ohne Wirt

Farnkorb, Epiphyte ohne parasitäres Ansinnen

Flughundebaum

Kasuar

Australien / Etty Bay

Auf dem Weg in den Norden der Ostküste stoppen wir in Etty Bay. Wir hoffen, dass wir dort einen Kasuar sehen, einen fast ausgestorbenen Laufvogel der Größe von Emus und mit prähistorischer Geschichte. Was wir an dem kleinen Zeltplatz mit zwei Dutzend anderer wartender Touristen entdecken, sind Erste Hilfe Säulen für von Brandquallen gestochene Schwimmer mit literweise Essig darin und Warnschilder vor Krokodilen.

Erste Hilfe Säule am Meer

Nach einem Magnum Mango Kokos fahren wir weiter und auf dem Rückweg kommt uns – mit prähistorischet Tiefenentspanntheit – ein Kasuar auf unserer Spur entgegen.

Kasuar

Abends im Daintree Forest überfahren wir nicht die Amethystine Python, die mit ca 3m auf der Straße ruht.

Schnabeltierbeobachtungsplattform

Australien / Eungella NP / Broken  River

Über dieses Wort hat sich die Redaktion des Reiseführers sicher ebenso gefreut wie ich. Ich habe es jedenfalls gern übernommen. Auf der Fahrt dorthin ein Regenbogen, der mich daran erinnert, dass eine Mitreisende in Indonesien mich fragte, ob bei Regenbogen südlich des Äquators die Farben andersherum sind.

Wir sind im Eungella NP westlich von Mackay. Der Park ist berühmt dafür, dass er lange abgeschirmt war und sich daher besondere Tierarten erhalten konnten, beispielsweise das Schnabeltier, Platypus. Hier sei die weltbeste Beobachtungsplattform für wild lebende Schnabeltiere. Neun Tiere gibt es hier direkt vor Ort. Davon haben wir fünf gesehen. Außerdem finde ich einen kleinen Skink.

Skink in da house

Schnabeltierbeobachtungsplattform

Schnabeltier beim Auftauchen

Platypus aus der Brückenfamilie

Etwas später trete ich gegen eine giftige Sugar Cane Kröte, das stinkt, will sie Gift verspritzt. Abgesehen davon, dass sie eingeschleppt ist, einheimische Tiere vergiftet und deswegen wenig Freunde hier hat, hoffe ich dass sie das überlebt. Es sieht nicht sehr ernst aus.

Wir gehen auf eine Nachtführung, wo wir keine weiteren Platypus sehen, aber Flughunde, Fledermäuse, Schildkröten, Wallabys, Geckos (alles irgendwie süß) und eine Brown Treesnake (latent aggressiv und giftig).

Raubfischday

qbn.com

Australien / Great Keppel Island

Wir Schnorcheln. Matthias sieht einen knapp 2m langen Stachelrochen, ich einen very big Fisch in 2m Entfernung. 1,50m lang bestimmt. Der Form nach ein Barrakuda, mit gelber Schwanzflosse. Wir schauen uns in die Augen und ich schwimme möglichst unauffällig hinter ihn vorbei.

Das Internet sagt: Yellowtail Barrakudas werden eigentlich nur 60cm lang, und ’normale‘ Barrakudas haben keine gelbe Schwanzflosse. Trotzdem glaube ich das, was ich gesehen habe.

Matthias und ich sind beide froh, dass die Meerestiere generell desinteressiert sind. Nachmittags setzen wir ans Festland über und fahren Richtung Norden.

Stachelrochen

GKI von der Fähre aus

Zubringer zur Fähre und direkte Erinnerungsskizze vom big fish

Yellowtail Barrakuda

Nachtfahrt nach Norden, prähistorische Tankstelle