Schnorchelglück

Bali-See / Gili Meno

Relativ früh schnorchele ich los und schwimme nach wenigen Metern fast in eine dicke Schildkröte mein. Sie grast friedlich die bewachsenen Steine und Korallen ab. Ich wäre nahe genug, sie anzufassen, das Wasser ist flach und das Tier ungestört. Das lasse ich natürlich. Manchmal guckt sie auf. Ich umkreise sie ca 20 Minuten, dann schwimme ich weiter. Nach 10 Metern kommt noch eine, noch größer, ca 1m langer Panzer.

Green Turtle

Sie schaukelt in den Wellen hin und her, ich parallel zu ihr. Im Gegensatz zu ihr muss ich gegen die Strömung anschwimmen, die Schildkröten scheinen da immun zu sein. Wie auch immer das geht.

Den Rest des Tages genieße ich die Insel.

Blick von den Bungalows aus

600 Meilen vom Manta bis zur Datumsgrenze

Fiji / Nanuya Belavu

Morgens wird geschnorchelt. Vielleicht sehe ich zwei kleine Riffhaie, das kann ich nicht genau sagen weil die Brille sehr beschlagen und das Wasser sehr trüb war. Und die Tiere 10m entfernt. Beim aus-dem-Wasser-kommen wird die Manta-Trommel geschlagen, das heißt, weiter draußen wurdeN MantaS gesichtet. Alles rennt und holt die Schnorchel, dann starten wir mit drei Booten.

Netterweise ist der Manta gerade dort, wo ich vom Boot aus losschwimme. Ich schwimme lange hinter und über und fast unter ihm, als er an die Wasseroberfläche geht, bis die GoPro-Boys uns erreicht haben und ihre Ellenbogen einsetzen.

Das Manta-Glück habe ich sogar zweimal nacheinander.

Der Manta markiert auch meinen östlichsten Punkt der Reise, bis zur Datumsgrenze sind es 600 Meilen / 1000 km.

Gegen 14:00 ist Boardingtime für die Rückfahrt. Die Belegschaft singt uns Abschiedslieder und bringt und zur Fähre.

Belegschaft

Doggy apportiert Gepäck

‚South Sea Island‘

Fiji Time

Fiji / Nanuya Belavu

Ausblick zum Frühstück

Schnorcheln, Insel auf und ab spazieren, Schmuck machen, Schnorcheln. Abends eine kleine Show von der Belegschaft. Die Belegschaft sind etwa 20 Menschen, die 24 Tage fulltime hier sind und dann fünf Tage Pause haben. Es erinnert mich an ein Kreuzfahrtschiff, morgens müssen sie Frühstück und Betten machen, Lieder zur Begrüßung der neuen Gäste singen, Sport-, Freizeit- und Kreativangebote anleiten, abends happy hour, Essen servieren, die Show singen und wieder happy hour. Und zwischendurch alles andere. Bula.

Raubfischday

qbn.com

Australien / Great Keppel Island

Wir Schnorcheln. Matthias sieht einen knapp 2m langen Stachelrochen, ich einen very big Fisch in 2m Entfernung. 1,50m lang bestimmt. Der Form nach ein Barrakuda, mit gelber Schwanzflosse. Wir schauen uns in die Augen und ich schwimme möglichst unauffällig hinter ihn vorbei.

Das Internet sagt: Yellowtail Barrakudas werden eigentlich nur 60cm lang, und ’normale‘ Barrakudas haben keine gelbe Schwanzflosse. Trotzdem glaube ich das, was ich gesehen habe.

Matthias und ich sind beide froh, dass die Meerestiere generell desinteressiert sind. Nachmittags setzen wir ans Festland über und fahren Richtung Norden.

Stachelrochen

GKI von der Fähre aus

Zubringer zur Fähre und direkte Erinnerungsskizze vom big fish

Yellowtail Barrakuda

Nachtfahrt nach Norden, prähistorische Tankstelle

Snorkeling Waiara

Indonesien / Flores

Schnorcheltour. Ich sehe zwei Stingrays, zwei Skorpionfische und einen Riffhai. Letzteren vom Boot aus, das zählt auch.

Flatterstrichboot analog zur Vibration des Motors

Mittagspause

Abends esse ich gebratene Blätter der Cassava, Papayablüten und Knospe der Banane. Schmeckt gut und sieht unspektakulär aus.

Rumpu Rampe mit Bintang

Here be dragons

Indonesien / Komodo

Die KLM Andeng zischt durch die Nacht, die See erst unruhig, dann so glatt, dass sich die Sternbilder darin spiegeln. In der Bugwelle und entlang des Schiffes bildet sich Meeresleuchten in der Gischt. Ein Mitreisender und ich singen Queen, Bohemian Rhapsodie, Love of my life, und betrauern diverse große Musiker_*innen.

Steuerbord taucht neben dem Schiff ein 6m langes, helles Oval auf und verschwindet wieder, danach ein kleines von 1,5m Länge. Wie sind drei Personen, die das sehen. Unser Guide sagt, Wale gäbe es hier nicht, vielleicht Steine? Ich wills nicht hoffen.

Später fahren wir durch ein Gewitter. Man schläft an Deck unter einem befestigten Sonnendach mit Wänden, also werden die meisten etwas nass. Zum Glück ist kein Seegang, das Schiff würde einfach nur vollaufen. Immerhin hat es Rettungswesten. Vor Komodo legen wir dann an. Heute, an Tag vier von vier, steuern wir alle Programmpunkte der gesamten Reise nacheinander an.

Morgens um 6:00 starten wir in den Park. Als erster Drache liegt einer ab einer mit ‚hier Drache‘ gekennzeichneten Stelle; wie auch immer sie das schaffen. Die Spezies ist zu alt, um in irgendeiner Form domestizierbar zu sein Wir können uns mit ihm fotografierten lassen.

Alter Komodo

Die alten Warane jagen nicht mehr. Beißen sollten sie einen trotzdem nicht, weil man davon stirbt. Sie werden von den jüngeren gefüttert; oder auch nicht, je nach Verhältnis. Sie fressen alles, auch auch ihre Kinder. Deswegen klettern die Babywarane nach dem Schlüpfen auf einen Baum und bleiben da 2-3 Jahre.

Auf dem Rundgang, begleitet von zwei mit gegabelten Stöcken bewaffneten Guides, sehen wir noch  weitere Drachen.

Der Pink Beach ist heute neutral sandfarben. Die roten Korallen im Sand leuchten nicht, aber wir Schnorcheln schön. Das Wasser ist erstaunlicherweise kalt.

Manta Ray

Am Manta Spot sieht man Manta Rays schon von Schiff aus. Beim Schnorcheln sehe ich etwa 20, riesige Tiere. 5-7m Spannweite. Ich kann mich treiben lassen und es tauchen immer neue auf.

Dragons in Rinca NP

Auf Rinca gibt es auch Komodowarane. Am Eingang des Parks warnt ein Schild vor Krokodilen. Unsere fünf Guides warnen weiterhin vor schwarzen Kobras, grünen und weißen Vipern und den Drachen sowieso. Hier sehen wir viele. 50cm kurze Babydrachen, die breitbeinig über die Wiese stapfen. Einen Wasserbüffel im Wasser. Einen Wasserbüffel im Gebüsch, der von vier Komodos gefressen wird. Einen vollgefressenen Drachen, der im Fluss badet, mit kugelrundem Bauch, der aber weiter jagen würde, also bitte Vorsicht. Mit den gegabelten Stöcken würde man sie vorsichtig wegdrücken, wenn sie kämen, damit sie nicht aggressiv werden.

Sie werden nach unterschiedlichen Aussagen 30-50 Jahre alt. Auch die Tödlichkeit eines Bisses variiert in den Aussagen. Laut Komodo stirbt man; laut Rinca hat letztes Jahr einer von zwei Gebissenen einen Biss überlebt. Der andere nicht. Ja, grundsätzlich stirbt man. Sie vergiften einen dadurch, dass sie unglaubliche Mengen und Arten von Bakterien an den Zähnen haben, die dein Körper nicht bewältigen kann. Dh sie beißen dich, setzen sich daneben und warten, bis du von alleine stirbst.

Warning

Nach einem letzten, krokodilfreien Bad im offenen Meer erreichen wir Flores am frühen Abend.

Snorkelday

Indonesien / Gili Meno

Gestern habe ich quasi nichts gemacht, auch nicht gezeichnet, wenn ich das richtig sehe. Heute dafür: Geld abheben. Big adventure. Vorgestern waren zwei von drei ATMs kaputt, heute einer, den zweiten finde ich nicht, der dritte gibt mir Geld. Inklusive Reisefreundinnen treffen dauert das 3h. Wie schön, dass das hier geht.

Nachmittags schnorchele ich, einmal allein mit Turtlespotting, später mit den beiden Hamburgerinnen, die mich morgens animiert hatten, mit auf ihr Boot zu kommen. Es gibt ganz viel spotting, Turtles, darunter ein Riesenvieh vob 30 Jahren mit angehacktem Panzer, ich sage sieht aus wie Schiffsschraube. Muräne schwimmend 2,5m lang, Unterwasser Skulpturen, blaue Koralle, friendly Fish. Wir Schnorcheln fast bis zum Sonnenuntergang.

Wir im Boot zum Schnorcheln. Das Bild stelle ich nochmal ein, heller.

Eigentlich wollte ich abends noch zu einem Absacker rumkommen, nur, sorry ihr beiden Lieben, es wurde zu spät und war zu weit mit dem Weg. Ich wollte euch nicht versetzen.