Singapur

Singapur

Das Dorm ist eine Kühl- und Dunkelkammer, darüber hinaus angemessen luxuriös für 35€. Das Bett im 12er Schlafsaal mit TV & Internet in der Koje.

In Singapur schaue ich mir die Stadtteile an, für die es mir letztes Mal zu heiß war, Little India und Bugis. Little India ist Little India, Bugis ist ein Altstadtteil mit viel Streetart und kleinen feinen und sehr persönlichen Shops.

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Schneckenrennen am Südchinesischen Meer

Malaysia / Pulau Tioman

Drei Tage Strand, Schwimmen, Lesen und Abspannen. Mein Abschluss der Reise auf der Insel. Nochmal frische Obstsäfte, Currys, Sonnenuntergang. Zwischendurch bin ich Publikum beim Schneckenrennen zwischen Lucy, Jack, Sneaker und Susi. Es geht darum, welche Schnecke – Wellhorn, glaube ich -, vom Stein runterkriecht und wieder im Wasser ist. Meist gewinnt Lucy.

Dschungel mit Tiger

Malaysia / Taman Negara

Taman Negara bedeutet allgemein Naturschutzpark, trotzdem ist in Malaysia damit meist das Areal mit dem ältesten Primärurwald der Welt gemeint, 130 Millionen Jahre, wird gesagt. Auf der Straße treffe ich zwei, die wie ich eine Dreitagestour machen wollen, und nicht nur mit 80 Leuten in der Höhle übernachten und zurück. Wir buchen einen abseitigen Trail, auf dem wir sonst niemanden treffen.

Am ersten Tag wandern wir ca 4h und schlagen früh unser Lager auf. Viel zu tun gibt es nicht außer ins leuchtende Grün zu gucken und die Geräusche zu identifizieren, Vögel, Affen und Zikaden.

Erstes Lager

Wäschetrockner

Nachts hören wir Gewehrschüsse, Wilderer. Amy, der Guide, facht das Feuer stärker an, damit sie uns jedenfalls riechen, wenn schon nicht sehen, sagt er, Kugeln fliegen weit.

Zweiter Tag 8h wandern, Lehm, Dornen, Flüsse und immer wieder den Pfad neu suchen. Wir begegnen einem Dorfbewohner auf der Suche nach den Wilderern und Amy wird von einigen Wildbienen gestochen, was sehr schmerzhaft ist. Die Belgierin hat zum Glück ein Mittel dabei. Wir finden Mangos, Organen und Litschis, leider zu grün, verfault oder zu hoch am Baum. Und immer wieder Orchideen.

Zweites Lager und Lunch am Fluss

Abends sitzen wir beim Feuer und identifizieren Geräusche. Einmal macht es Roarr-roarrr, dann nochmal, deutlicher. Amy reißt die Augen auf, starrt ins Dunkel, sagt nichts, bewegt sich nicht. Wir desgleichen, nur dass wir auf Amy starren. Nach einer Weile sagt er: Dangerous. Angry Animal. Es könnte ein Bär sein, Tiger oder Leopard. Aus irgendeinem Grund sauer. Kann Bienenstich sein oder sonst was.

Das gefährlichste Tier ist der Elefant, da rennt man auf jeden Fall weg, und zwar im Zickzack, dem kann er nicht folgen, nur der Elefant ist es ja nicht. Zum Glück. Wir wollen wissen was wir tun sollen, wenn das Tier kommt. ‚Gucken, was für ein Tier es ist‘, sagt er nur. Wie kriegen dann noch heraus, das ein Bär ziemlich alles klein haut, und beim Tiger, der normalerweise nur guckt und weiter geht, sagt er, kämpfen.

Ich muss einmal zum Fluss, mit Kopfstrahllampe, und aus der Richtung kommt zehn Minuten später das nächste Grollen. Amy macht etwas Lärm, damit das Tier weiß hier sind wir Menschen, es muss nicht kommen. Dann sitzen wir noch eine Weile herum, schließlich gehen wir schlafen. Das Feuer ist hochgedreht und ein paar Kerzen brennen. Später grollt es nochmal, ansonsten bleibt es ruhig. Amy erneuert nachts die Kerze.

Morgens sind wir etwas unausgeschlafen. Nachdem wir los sind, sagt Amy, er habe Tierspuren gesehen, Tapir (groß, aber sehr schüchtern) und Katze. Könnte Jaguar sein. Jaguar wäre gut, weil auch scheu. Nach ca 1h hören Amy und ich wieder das Tier, vielleicht begleitet es uns. Es scheint ja sonst nichts zu wollen. Dann finden wir die frische Haut einer Kobra auf dem Weg, und eine (wunderschöne) kleine Blue Coral Snake kreuzt, ebenfalls sehr giftig.

Nach ein paar Stunden sind wir wieder nahe des Dorfes. Dort springt Amy plötzlich seitwärts ins Gebüsch und kommt strahlend mit ein paar Durian-Früchten wieder heraus, sehr teuer und sehr lecker, die Stinkfrucht, in allem Hotels und Bussen verboten, smells like hell and tastes like heaven. Er schlachtet sie sofort und ist glücklich.

Abends buche ich im gleichen Büro einen Bus. ‚So‘, sagt Amys Schwester, ‚you met a Tiger?‘ Amy, der dort aufgewachsen ist, hat seine blauen Augen gesehen, nachts, sagt sie. Im nachhinein hätte ich das auch gerne.

Eindrücke

Kobrahaut und Vogelfeder

900 m/h

Malaysia / Cameron High

Ich wanderte die Tracks 5-3-2 bis zum buddhistischen Tempel. Für die ersten 4 km brauche ich 2 Stunden, für die letzten 900m eine Stunde. Track 2 ist ein einziges Klettern rauf und runter, fast senkrecht, mit Baumwurzeln wenn es gut läuft. Streckenweise Lehm senkrecht ohne Tritt und Halt sorgt für mehr Challenge.

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Nachmittags im Café gibt es Chai Macchiato, Espresso mit Chai-Tee und Milchschaum. Dazu Schokodrops in Buttercreme, Scones waren leider aus.

Homebase Tannah Rata

Tannah Rata Park

Gunung Jasar und Teeplantage

Malaysia / Cameron High

Um 9:00 starten wir die Wanderung auf den Jasar und benutzen fast durchgehend Baumwurzeln als Treppenstufen. Um 10:00 sind wir oben, den Gipfel des Jasar ziert ein Strommast, und haben Panoramablick über Dschungel, Plantagen und Bausünden. Auf dem Rückweg wandern wir durch eine Teeplantage; im Café trinke ich einen sehr guten Cameron Tee, Orange Pekoe denke ich.

Erdbeerkaffee

Malaysia / Cameron High

Im Hochland kann man der Hitze des Flachlands entrinnen. Uns kommt auf dem Weg dorthin der klassische Rückfahrtsstau vom Wochenende entgegen. In die Highlands selber sind massiv viele Gewächshäuser, Folientunnel und Apartmentwüsten reingestemmt, hier hat Malaysia also seine Bau- und Ökosünden.

Meine warming-up Wanderung führt durch Dschungel mit Wasserfall, und auch vorbei an Fachwerkhäusern und Wohnanlagen im Renovierungsstau. Das erzeugt ein Bad Harzburg Feeling, trotz Orchideen und Lilien.

Die Tour endet bei Erdbeer-Plantagen mit Cafés. Ich bekomme Erdbeeren am Spieß in Schokolade und Erdbeer-Kaffee, ein lokaler Mix aus Instantpulver mit Zucker und Erdbeer-Aroma.

Weltkulturerbefestival

Malaysia / Georgetown

Tagsüber fahre ich mit dem Rad durch die Stadt. Die Straßenzüge sind beeindruckend, Alte chinesische, koloniale und malaysische Wohn- und Handelshäuser und Bauwerke mischen sich mit Tempeln und Clan-Residenzen mit Stuck, Verzierungen, Kacheln, Figuren, Schnitzereien. Dazwischen Streetart, geschweißte Szenen der Stadtgeschichte und Graffiti.
Auch die Hafenpiers sind einzelner Clans zugeordnet.

Clam-Jetty

Abends ist Weltkulturerbefestival. Bunt gemischt stellen sich auf vielen Stationen traditionelle Handwerke, Tänze, Rituale, Speisen und Spiele aus Malaysia, Indien, China vor. Dazwischen koloniale Einsprengsel wie der Malayische Chor, der deutsche Lieder singt – mein kleiner grüne Kaktus – und eine Station mit Maibaum-Quartett, zweisprachig. Das Wenigste davon kenne ich.