Weltkulturerbefestival

Malaysia / Georgetown

Tagsüber fahre ich mit dem Rad durch die Stadt. Die Straßenzüge sind beeindruckend, Alte chinesische, koloniale und malaysische Wohn- und Handelshäuser und Bauwerke mischen sich mit Tempeln und Clan-Residenzen mit Stuck, Verzierungen, Kacheln, Figuren, Schnitzereien. Dazwischen Streetart, geschweißte Szenen der Stadtgeschichte und Graffiti.
Auch die Hafenpiers sind einzelner Clans zugeordnet.

Clam-Jetty

Abends ist Weltkulturerbefestival. Bunt gemischt stellen sich auf vielen Stationen traditionelle Handwerke, Tänze, Rituale, Speisen und Spiele aus Malaysia, Indien, China vor. Dazwischen koloniale Einsprengsel wie der Malayische Chor, der deutsche Lieder singt – mein kleiner grüne Kaktus – und eine Station mit Maibaum-Quartett, zweisprachig. Das Wenigste davon kenne ich.

Boom Beach

Indonesien / Banyuwangi

Da ich wegen der Feiertage allein im Homestay bin, suche ich mir was schönes zum Frühstück zusammen. Eier von der Hühnerpatrouille, Toast, Obst. Und mache die Gartenlampen aus. Später kommt die Schwester der Chefin, um mir Schlüssel für den Scooter zu bringen. Ich fahre, wie der Rest der Welt, die Gegend rauf und runter, hoch zum Wasserfall, durch hübsche Dörfer, bis ich unten am Strand lande, ‚Boom Beach‘, mit Blick auf Bali.

Bucht vor dem Boom Beach

 

Wasserfall

 

Dörfer

 

Didu’s Homestay

Das Oberhuhn

Abends esse ich aufgepeppte Reste von gestern. Außerdem füttere ich die Hunde, ich bin ja sowieso da, deswegen muss niemand raus kommen. Sitze im Garten, höre den Zirpen zu, den Müllrattscheln und dem Kühlschrank. Hund, Huhn, Moschee sind heute still.

Morgen ist hier ausgebucht, da könnte ja vom Staff jemand erscheinen. Fühlt sich nicht so an, aber eigentlich ist das auch irre.

Vulkan Bromo

Indonesien / Mount Bromo

Um 3:00 morgens geht es mit dem Jeep hoch. Zuerst zu einem Sunrise-Ort mit Blick auf den Bromo. Leider ist es vernebelt und wir sehen nichts.

Meine Bromo – Ijen – Gruppe

Rückfahrtsstau

Danach geht es in Kolonne zum Bromo.

 

 

Während sich am Fuß eine Art Westernszenerie abspielt, brodelt im Krater der Schwefel.

Um 8:00 sind wir zurück zum Frühstück, den Rest des Tages fahren wir zum Vulkan Ijen.

Mt. Ijen mit der Schwefeldampfwolke

Abends in der Unterkunft bringt unser Guide und zum lokalen ‚großen‘ Hot Spring. In dem 3*3m Becken der Frauen wird alles gewaschen und geputzt: Kinder, Kleider, Zähne, Körper. Wir drei Frauen entscheiden uns gegen den Pool und für den kleinen einen Hot Spring in der Unterkunft. ‚Zu authentisch‘, kommentiert die eine.

Um 10 sind wir im Bett, bis 0:00 singen Muezzins, um 0:45 klingelt der Wecker.

Singapore Sling

Singapur

Ich kaufe mir ein Hop On Hop Off-Busticket. Singapur besteht aus Hochhäusern, quasi alles auf der Tour, was weniger als 6 Stockwerke hat, steht unter Denkmalschutz; Little India, Chinatown, Riverfront. Ansonsten hören wir vor allem Zahlen: wie hoch, wie groß, wie teuer, welcher Platz in der Welt-Rangliste.

Martina Bay Sands Hotel mit 2500 Zimmern und dem höchsten Hotelpool der Welt

Chinatown

In der Einkaufstraße, wo alles sitzt, was Rang und Namen hat, wirbt ein Plakat für den Schlussverkauf:

Ein charakteristisches Statement

Abends finde ich eine kleine Garden-Rooftopbar in der Club-Street. Dort kriege ich keinen Singapore Sling und keinen hauseigenen Garden Sling, dafür ein anderes nettes, basisnahes Gin-Getränk zum Happyhour-Preis.

Oxwell & Co Rooftop Gardenbar

Bula!

Fiji / Vitu Levu

Ich bin auf den Fijis! Am Flughafen spielt eine Kapelle zur Begrüßung, und Bula! heißt Hallo.

Trefflich zum Sonnenuntergang sitze ich am Strand.

Nadi Beach

Ansonsten kann ich noch nicht so viel sagen, weil ich mich gerade noch umstelle auf Alleine reisen, aktuell ohne Reiseführer – auch mal spannend – dafür mit einer gewissen erworbenen Abneigung gegen 5-Days-4-Nights Inselhopping-Touren.

Fraser Island Binnenland

Australien / Fraser Island

Wir machen eine zweite Tagestour auf Fraser Island und sehen die verschiedenen Vegetationen und Formen des Regenwaldes, Dingos, mehr kristallklare Bäche, einen Aal, ein Wrack, die alten Holzfällerunterkünfte und einen türkisen Bergsee mit weißen Sandstrand. Und ich glaube viele Adler / Kites.

Kristallsee und 4WDs, die sich über die Steine am Strand basteln

Dingo

Wrack eines neuseeländischen Hospitalschiffes aus WW1

Sydney

Australien / Sydney

Zwischen heute Morgen und heute Abend gucke ich mir Sydney an. Eine geführte Tour macht es leichter. Klar muss ich hier zeichnen…


…Sydney Harbour mit Opera House.

Die Guide zeigt uns den recht versteckten Zugang zur Harbour Bridge, die auch sehr leer ist im Vergleich zur Menge der Touristen unten.

Opera House

Zwei Dinge, die ich nicht mag:

Dislike: Dreckschleudern und Militärschiffe.

Sydney und Großraum mit den vielen Flussläufen und verzweigten Mäandern wäre mit mehr Zeit sicher spannend zu erkunden.

Känguru bis Pinguin

Australien / Grampians / Halls Gap

Um 7:00 morgens gehen wie Kängurus spotten. Etwa 30 grasen friedlich auf dem Sportplatz und lassen uns auf 2m Nähe herankommen. Da wir keinen Hund dabei haben, interessieren sie sich nicht wirklich für uns.

Kängurus springen vor allem mit Mechanik und wenig Muskelkraft. Wie das genau geht, habe ich nicht verstanden. Sie können bis zu drei Babies gleichzeitig haben, wobei das dritte als Embryo im Uterus so lange warten muss, bis im Beutel ein Platz an den beiden Zitzen frei wird. Bis über zwei Monate kann das dauern. Solange stoppt seine Entwicklung.

Roos in Halls Gap

Im Grampians Nationalpark sehen wir einen Wedgetail Adler, der von einer Horde Kakadus beschimpft wird. Vielleicht sehen nicht alle in ihm den Großen Geist Bangas, der allen Wesen in Australien das Leben eingehaucht hat. Unser Guide nennt ihn einen Glücksbringer für den Tag. In Wald schwarze und rote Wallabies, am Wasserfall Falken und auf der Ebene Emus. Dazwischen sonstige bunte Vögel in grün und blau und rot.

Gespottete Vögel

Emu-Weibchen tragen bis zu 20 Eier in sich, jedes bis zu 1kg schwer. Nach der Eiablage gibt es den Job komplett an das Männchen ab, das die Eier ausbrütet und anschließend die Jungtiere beschützt. Beim Brüten bekommt er bis zu zwei Monate keine Nahrung und kein Wasser. Manchmal nimmt er Gast-Eier von anderen Weibchen dazu. Wenn man ein Emu jagen will, kann man den Arm über den Kopf hochstrecken, die Hand nach vorne kippen und sich so als Emu verkleiden. Sie glauben einem das.

Mittags gibt es Lunch in Horsham und den Start zur Rückfahrt.

Horsham Center am Sonntag

Zum Abschluss in Melbourne: Pinguine spotten! Das Wasser südlich Melbournes kommt aus der Antarktis, ist entsprechend kühl und entsprechend bewohnt.

Pierpinguine

Am Pier in St. Kilda und drumherum hat sich in den Fünfzigerjahren eine Kolonie von ca 1500 Pinguinen niedergelassen. Nach Sonnenuntergang kommen einzelne Tiere zum Pier geschwommen und klettern die Steine hoch. Deren Areal ist abgesperrt und einige Guides schützen die Tiere vor uns und zB Blitzlicht. Entzückende kleine Watscheltiere! Eines läuft mir ziemlich über die Füße, weil auch ich am Zaun stehe.

Great Ocean Road

Australien / Great Ocean Road

Eine gebuchte Tour, zwei Tage. Heute Great Ocean Road, westlich von Melbourne. Das Meer hier ist wirklich sehr schön und die Landschaft sehenswert.

Blick auf die Küste

In einem Baum schläft ein Koala. Es klemmt sich zwischen ein paar Äste und krallt eine Pfote um einen davon. So fällt es nicht herunter.  Am Hinterteil hat es zum Polstern eine Art Kissen im Körper. Unterscheiden kann man sie nur an ihrer Nasenschleimhaut, sagt der Guide, von Außen sähen sie gleich aus.

Je später der Tag, desto überlaufener sind die die Best Spots. Die ‚zwölf Apostel‘ sind acht Sandsteinformationen, die aus dem Wasser ragen. Auf der Binnenseite gibt es Monokultur und Schafe, für die sich keiner interessiert.

Binnenland